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descriptionSchleife Brustkrebs
Gene, Hormone, Übergewicht und Alkoholkonsum spielen bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle. Doch nicht jeder Knoten ist bösartig. 75 Prozent sind harmlos.
descriptionMammografiebild
Bildgebende Techniken und moderne Biopsieverfahren zeigen den Tumor und decken wichtige Einzelheiten auf, nach denen sich die Therapie richtet.
descriptionOperationsbesteck
Die Diagnose Brustkrebs muss heute nicht mehr bedeuten, dass die Brust entfernt wird. Meist kann der Tumor zerstört und die Brust erhalten werden.
descriptionTabletten
Für ein Knockout der Krebszellen sollen neue Behandlungsformen sorgen, wie die „small molecules“, die Wachstumssignale innerhalb des Tumors unterbrechen.
descriptionBrust abtasten
Die regelmäßige und sorgfältige Brustselbstuntersuchung kann Leben retten, denn sie entlarvt Brustveränderungen frühzeitig.
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Neue Therapieoptionen: Chemo-, Antikörper- und (Anti)-Hormonbehandlung

Neben der Brustoperation und der Strahlentherapie bietet die moderne Brustkrebsbehandlung neue Therapieformen, die die individuellen Tumoreigenschaften berücksichtigen. Dazu gehören die Chemotherapie, die Antikörpertherapie, die (Anti)-Hormonbehandlung und die Anti-Angiogenese. 

Im Überblick



Chemotherapie erreicht auch verstreute Krebszellen

Krebszellen teilen sich schneller als die meisten anderen Zellen des Körpers. Diese Tatsache machen sich Chemotherapeutika, auch Zytostatika genannt, bei der Brustkrebs-Therapie zu Nutzen. Die zellteilungshemmenden Substanzen zerstören Zellen, die sich rasch teilen, also besonders Krebszellen. Es gibt jedoch auch gesunde sich schnell teilende Zellen wie z.B. Haarwurzel- und Schleimhautzellen, die dabei zerstört werden können, was zu entsprechenden Nebenwirkungen führt.

Chemotherapeutika werden bei Brustkrebs angewandt als:
  • Adjuvante (unterstützende) Chemotherapie
    Sie soll der Tumorstreuung vorbeugen, wenn der Tumor schon infiltrierend in anderes Gewebe wächst, aber noch keine Tochtergeschwülste nachweisbar sind.
  • Neoadjuvante Chemotherapie
    Sie wird vor einer Operation eingesetzt, wenn der Tumor relativ groß ist. So kann die Tumorgröße reduziert werden, um günstigere Bedingungen für den Eingriff zu schaffen.
  • Palliative (Lebensqualität verbessernde) Chemotherapie
    Im fortgeschrittenen Stadium lindert die Chemotherapie Schmerzen, die von Metastasen verursacht werden.
Die Medikamente werden kombiniert in einem bestimmten Schema eingenommen und individuell auf die Patientin abgestimmt. Die Chemotherapie bei Brustkrebs erfolgt oft mit Substanzen Cyclophosphamid, 5 Fluorouracil und Epirubicin oder Doxorubicin über insgesamt drei, vier oder sechs Zyklen, je nachdem, welche Wirkstoffe eingesetzt werden.

Ein Zyklus ist gleichbedeutend mit einem Behandlungsabschnitt. Zwischen den Zyklen erfolgt eine Behandlungspause von drei Wochen, damit sich der Körper erholen kann. Anthrazykline, wie beispielsweise Doxorubicin oder Epirubicin, sind wirksame Zytostatika und werden in Kombination mit anderen Krebsmedikamenten wie Cyclophosphamid oder Wirkstoffen aus der Gruppe der Taxane eingesetzt.

Die Anthrazykline führen jedoch in einigen Fällen (ein bis vier Prozent) zu einer Schädigung des Herzmuskels. Deshalb sollte vor Therapiebeginn und während der einjährigen Therapie alle drei Monate eine Herzechografie gemacht werden. Ganz besonders wichtig ist es, dass die Auswurffraktion des Herzens gemessen wird. Frauen, die bereits vor Therapiebeginn Herzprobleme haben, müssen Nutzen und Risiken gemeinsam mit ihrem Arzt sorgfältig abwägen.

Taxane (Paclitaxel und Docetaxel), Substanzen aus der Eibe, machen es möglich, den Krebs künftig gezielter anzugreifen. So treten weniger Nebenwirkungen auf. Neben den bereits benannten Substanzen sind eine Reihe weiterer Wirkstoffe für die Chemotherapie des Brustkrebses in Deutschland zugelassen, zum Beispiel Capecitabin.

Die früher praktizierte Sandwich-Therapie – bestehend aus drei Zyklen Chemotherapie, dann Strahlentherapie, erneut gefolgt von drei Zyklen Chemotherapie – ist inzwischen verworfen. Aus neueren tumorbiologischen Untersuchungen ist nämlich bekannt, dass eine Unterbrechung der Chemotherapie falsch ist. Übrigens: Wenn einer Brustkrebspatientin eine adjuvante Chemotherapie vorgeschlagen wird, sollte stets nach der Möglichkeit, an einer klinischen Studie teilzunehmen, gefragt werden. Im Rahmen von klinischen Studien werden die Patientinnen auf sehr hohem Niveau betreut.

Ob und in welcher Form Frauen eine Chemotherapie bekommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
  • Lebensalter
  • Allgemeinzustand
  • Erkrankungsstadium
  • Rezeptorstatus – also ob sich auf den Krebszellen Andockstellen für Hormone befinden
  • Menopausenstatus – also ob die Frau schon ihre letzte Regelblutung gehabt hat.
Nebenwirkungen einer Chemotherapie
Eine Chemotherapie hat erhebliche Nebenwirkungen, weil die eingesetzten Substanzen auch gesunde Körperzellen schädigen. Besonders Gewebe mit sich rasch teilenden Zellen – zum Beispiel Schleimhäute – ist betroffen. Diese Erscheinungen sind jedoch nur vorübergehend und verschwinden nach Beendigung der Therapie wieder. Die häufigsten Nebenwirkungen sind:
  • Schädigung des Knochenmarks
    Das blutbildende Knochenmark ist besonders empfindlich gegenüber Zytostatika. Schädigungen machen sich in Form einer verringerten Zahl weißer und roter Blutkörperchen (Leukozyten beziehungsweise Erythrozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) bemerkbar. Aus diesem Grund kann es zu einer gesteigerten Infektionsanfälligkeit und Blutungsneigung kommen. Um die Patientin nicht zu gefährden, werden regelmäßige Blutbilduntersuchungen durchgeführt. Mittlerweile stehen auch Medikamente zur Verfügung, die die Neubildung von Blutzellen anregen.
  • Haarausfall
    Auch die Haarwurzel-Zellen teilen sich rasch. Bei einer Chemotherapie kommt es deshalb häufig zu einem teilweisen oder vollständigen Haarverlust, der für viele Patienten sehr belastend ist. Nach Beendigung der Therapie wachsen die Haare wieder nach.
  • Reizerscheinung im Verdauungstrakt
    Eine Schädigung der Schleimhaut im Mund- und Magen-Darm-Trakt kann zu Trockenheit und Entzündungen im Mund und zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Gegen den Brechreiz werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Viele Patienten klagen außerdem über eine ausgeprägte Appetitlosigkeit.
  • chronische Müdigkeit oder Schwäche (Fatigue)

Im Moment bekommen immer noch mehr Frauen als eigentlich notwendig eine Chemotherapie. Als Patientin hat man die Möglichkeit, die eigenen Daten in ein System namens Adjuvant Online (zurzeit nur auf Englisch verfügbar) einzugeben. Auf diese Weise ist es möglich, zu überprüfen, welche Chemotherapiestatistisch am meisten bringt und sich über individuelle Risiken und Nutzen einer weiterführenden Therapie zu informieren.
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Antikörper bremsen den Krebs

Ein neueres Medikament zur Therapie von Frauen mit Brustkrebs ist das seit dem Jahr 2000 zugelassene Trastuzumab. Inzwischen ist Trastuzumab auch zur Behandlung von Brustkrebs, wenn noch keine Metastasen vorhanden sind (also adjuvant) und auch vor einer Operation erfolgreich einsetzbar, zum Beispielin Kombination mit einer Chemotherapie. Trastuzumab gehört zu der Gruppe der Antikörper und bindet an speziellen Andockstellen (Rezeptoren) auf den Krebszellen.

Diese Bindungsstellen heißen HER2-Rezeptoren. An den HER2-Rezeptor kann ein im Körper vorkommendes Molekül (der Wachstumsfaktor HER2) andocken und dadurch das Tumorwachstum anregen. Trastuzumab ist dem Wachstumsfaktor so ähnlich, dass es sich an die HER2-Rezeptoren anlagern kann, ohne jedoch eine Wirkung zu haben. Dadurch wird eine Anregung des Tumorwachstums verhindert.

Trastuzumab kommt besonders bei den Brustkrebs-Patientinnen zum Einsatz, deren Tumorzellwachstum über eine hohe Zahl an HER2-Rezeptoren bestimmt ist. Dies ist bei 20 bis 30 Prozent aller Frauen mit Brustkrebs der Fall. Die Nebenwirkungen der Antikörpertherapie sind vergleichsweise gering, weil sie gezielt gegen bestimmte Merkmale an der Oberfläche der Krebszelle gerichtet ist.

Als mögliche unerwünschte Wirkung tritt in einigen Fällen eine Herzinsuffizienz auf, deshalb sollten die Patientinnen gut ausgesucht und überwacht werden. Weitere mögliche Nebenwirkungen der Antikörpertherapie bei der Erstinfusion sind grippeartige Symptome wie Schüttelfrost und Temperaturanstieg für wenige Stunden.
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(Anti)-Hormontherapie blockiert Östrogenproduktion

Die (Anti)-Hormontherapie ist eine wichtige Therapie bei Brustkrebs. Eine Voraussetzung für ihre Anwendung ist, dass bei der Diagnostik auch der Rezeptorstatus bestimmt wurde. Dabei prüfen die Ärzte, ob sich auf den Tumorzellen Andockstellen (Rezeptoren) für Hormone befinden. Denn Östrogene oder Gestagene, die an die Rezeptoren binden, regen den Tumor zum Wachstum an. Mit einer Blockade der Bindung kann dieser Einfluss der Hormone auf den Tumor verhindert werden.

Das Wachstum eines Brustkrebstumors ist bei etwa 80 Prozent der Brusttumoren hormonabhängig. Die Therapie wird bei Brustkrebs nach der Operation und der Chemotherapie eingesetzt und soll verhindern, dass aus vielleicht noch vorhandenen Krebszellen neue Tumore wachsen. Voraussetzung für eine erfolgreiche (Anti)-Hormontherapie ist aber, dass der Tumor „hormonrezeptorpositiv“ ist, also Hormonrezeptoren in ausreichender Menge nachweisbar sind. Die Entscheidung welches Präparat eingesetzt werden soll ist unter anderem vom Menopausenstatus der Patientin abhängig, also ob sich die Patientin in den Wechseljahren befindet oder nicht.

Zur (Anti)-Hormontherapiebei Brustkrebs stehen folgende Medikamente zur Verfügung:
  • Antiöstrogene
    Diese Medikamente wirken als Gegenspieler des körpereigenen Hormons Östrogen, weil sie es von den Hormonrezeptoren der Krebszellen verdrängen. Der bekannteste Vertreter dieser Gruppe ist Tamoxifen. Es senkt das Risiko für einen neuen Tumor bei Frauen mit rezeptorpositiven Tumoren jeden Alters und sollte über fünf Jahre eingenommen werden. Nebenwirkungen aufgrund des künstlichen Östrogenmangels sind Hitzewallungen, Spannungsgefühl in der Brust und Trockenheit und Juckreiz im Scheidenbereich. Außerdem erhöht sich das Risiko für Blutgerinnsel oder Veränderungen an der Gebärmutterschleimhaut, weshalb regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt nötig sind.
  • GnRH-Agonisten
    Das meiste Östrogen wird bei Frauen vor den Wechseljahren in den Eierstöcken (Ovarien) gebildet. Deshalb sollte bei diesen Frauen die Hormonproduktion durch die Eierstöcke gestoppt werden. Das gelingt zum einen durch die operative Entfernung oder Bestrahlung der Eierstöcke. Eine Alternative ist die Therapie mit Gonadotropin-Releasing-Hormon-Agonisten (GnRH-Agonisten). Diese Medikamente beeinflussen die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die ihrerseits daraufhin die Hormonproduktion in den Eierstöcken drosselt.
  • Aromatase-Hemmer
    Aromatase-Hemmerhemmen ein Enzym, das die Bildung von Östrogen im Fettgewebe, in den Muskeln, in der Leber und Brustdrüse steuert und sind deshalb vor allem für Patientinnen nach der Menopause geeignet. Der Tumor wächst bei einem Drittel der so behandelten Frauen nicht weiter. Hormonempfindlicher Brustkrebs im Frühstadium wird derzeit im Anschluss an die OP fünf Jahre lang mit Tamoxifen behandelt. Eine neuere Studie hat ergeben, dass danach ein Wechsel auf den Aromatasehemmer Letrozol erfolgen sollte. Durch die Anschlussbehandlung mit Letrozol kommt es zu einer Abnahme von Rückfällen in der erkrankten Brust. Bei Frauen nach den Wechseljahren wird bereits von Anfang an mit Aromatasehemmern therapiert. Eine Antihormontherapie dauert etwa fünf bis zehn Jahre. Die Medikamente gibt es in Tablettenform, sodass die Einnahme zu Hause möglich ist. Generell sind Aromatasehemmer besser verträglich als das Tamoxifen. Es kommt aber bei den Aromatasehemmern häufiger als bei Tamoxifen zu Muskel-Gelenk-Beschwerden. 

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Anti-Angiogenese hungert den Tumor aus

Die Anti-Angiogenese ist derzeit in Kombination mit einer taxanhaltigen Chemotherapie für die Behandlung des fortgeschrittenen Mammakarzinoms zugelassen. Diese neue Therapieoption macht sich zunutze, dass ein Tumor ab einer Größe von zwei Millimetern sein eigenes Blutgefäßsystem benötigt, um ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt zu werden. Um die hierfür notwendige Neubildung von Blutgefäßen (Angiogenese) anzuregen, ist ein Gefäß-Wachstumsfaktor nötig. Dieser Wachstumsfaktor auf der Oberfläche neu gebildeter Gefäßzellen ist Angriffspunkt für einen weiteren Antikörper, das Bevacizumab. Wird der Wachstumsfaktor durch Bevacizumab blockiert, wird der Tumor nicht ausreichend versorgt und schrumpft. Das Fortschreiten der Krebserkrankung kann verzögert werden.
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Small molecules pusten „olympisches Feuer“ aus

Der neueste Therapiehoffnungsträger sind die sogenannten small molecules. Das sind kleinste Moleküle, die die Übertragung von Wachstumssignalen innerhalb der Zelle blockieren, indem sie sich an dafür wichtige Enzyme heften. Man muss sich das Übermitteln von Wachstumssignalen ausgehend von der Zelloberfläche zum Zellkern vorstellen wie den Transport des neu entzündeten olympischen Feuers durch eine vorher festgelegte Abfolge von Fackelträgern zu jenem Ort, an dem die nächsten Olympischen Spiele stattfinden.

Unterwegs wird ein Fackelträger durch Räuber entführt und das olympische Feuer gelöscht. Damit ist die Übermittlung des olympischen Feuers gescheitert. Übertragen auf die Zelle, haben die small molecules die Funktion der Räuber, das olympische Feuer entspricht dem Wachstumssignal, das nicht an seinen Zielort gelangt und deshalb wirkungslos bleibt. Das erste zugelassene small molecule ist das Lapatinib.

Wie Trastuzumab bindet es an den HER2-Rezeptor –, es besetzt diesen jedoch nicht von außen wie das Trastuzumab beziehungsweise Heceptin, sondern blockiert ihn im Inneren der Tumorzelle. Darüber hinaus hemmt Lapatinib noch einen weiteren Vertreter dieser Rezeptorfamilie mit dem Effekt, dass der Zellkern nicht das Wachstumssignal erhält.
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Mit der Krebsnachsorge neue Tumoren schnell erkennen

Zur Krebsnachsorge gehören nicht nur die regelmäßigen medizinischen Folgeuntersuchungen, sondern auch die psychologische und soziale Betreuung und die Rehabilitation.

Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen dienen dazu, ein örtliches Wiederauftreten des Tumors (Lokalrezidiv) möglichst frühzeitig zu erkennen, um ihn umso erfolgreicher behandeln zu können. Außerdem kann bei neu aufgetretenen typischen Beschwerden gezielt nach Tochtergeschwülsten gesucht werden. In welchem Umfang und in welchen zeitlichen Abständen diese Nachsorgeuntersuchungen bei Frauen mit Brustkrebs erfolgen, hängt sowohl von dem individuellen Rückfallrisiko der Frau, als auch vom jeweiligen Therapiezentrum ab.

Folgendes Schema soll daher lediglich Anhaltspunkte zu den Nachsorgeuntersuchungen bei Brustkrebs geben:

In den ersten drei Jahren nach der Tumorentfernung:
  • alle drei Monate eine körperliche Untersuchung
  • alle sechs Monate eine Mammografie.
Nach vier bis fünf Jahren:
  • alle sechs Monate eine körperliche Untersuchung
  • alle zwölf Monate eine Mammografie.
Nach sechs und mehr Jahren:
  • alle zwölf Monate eine körperliche Untersuchung
  • Mammografien in größeren zeitlichen Abständen.
Dieses Schema gilt insbesondere nach brusterhaltenden Operationen. Bei Entfernung der ganzen Brust sind auch in den ersten Jahren nur jährliche Mammografien der nicht erkrankten Brust erforderlich. Natürlich ist die Frau zusätzlich angehalten, die monatliche Selbstuntersuchung durchzuführen.
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Was tun, wenn der Brustkrebs wieder kommt oder starke Schmerzen verursacht?

Bei etwa jeder zehnten Brustkrebs-Patientin kommt es nach der Operation zu einer erneuten Tumorbildung in der Brustbeziehungseise in der Brustwand. Man spricht dann von einem Lokalrezidiv. Je nach Größe und Aggressivität des Tumors, Vorbehandlung und Zustand der Patientin, kommt eine erneute Operation, gegebenenfalls mit Strahlentherapie, (Anti)-Hormon- oder Chemotherapie zum Einsatz.

Behandlung bei Metastasen
Beim Auftreten einer einzelnen Metastase in Knochen, Lunge, Leber oder Lymphknoten wird diese häufig operativ entfernt oder bestrahlt. Beim Auftreten mehrerer verstreuter Metastasen ist eine Chemo- oder (Anti)-Hormontherapie angebracht.
Das Auftreten von Knochenmetastasen führt wegen eines verstärkten Knochenabbaus zu Verlust von Knochenmasse. Bisphosphonate bremsen diesen verstärkten Abbau und lindern auch metastasenbedingte Knochenschmerzen.

Auch starke Krebsschmerzen können gestillt werden
Bei fortgeschrittenem Brustkrebs leiden die Patientinnen sehr häufig unter starken Schmerzen. Mit den heute zur Verfügung stehenden Schmerzmitteln lassen sich diese Schmerzen jedoch meist gut lindern. Bei sehr starken Schmerzen können morphinähnliche Medikamente, die auch mittels Katheter kontinuierlich in die Nähe des Knochenmarks gebracht werden, eingesetzt werden.

Inwieweit alternative Heilmethoden, wie beispielsweise die Misteltherapie, angebracht sind, ist schwierig zu beurteilen und bis heute noch nicht endgültig geklärt.
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Zytostatika werden meist direkt in ein Blutgefäß verabreicht. Dabei findet die Behandlung in mehreren Zyklen statt.
Eibenbeeren
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Taxane werden aus der Eibe gewonnen. Sie wirken noch zielgerichteter auf Krebszellen, sodass sich die Nebenwirkungen der Chemotherapie verringern.
Grafik: Antikörper im Blut
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Spezielle Antikörper docken an die Krebszellen an. So verhindern sie das Wachstum des Tumors.
Tabletten
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Eine Hormontherapie ist nur sinnvoll, wenn das Tumorwachstum hormonabhängig ist.